pmg - Pressedienst Medizin Gesundheit

11.05.2021

Dauer-Stress verändert Hormonhaushalt

Altdorf. Wer entsprechend veranlagt und chronisch negativ gestresst ist, dessen Organismus wird zu lange von Stresshormonen beeinträchtigt, warnt Professor Dr. med. Jörg Bojunga, Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie e.V. (DGE), Altdorf. Persönliche Lösungsstrategien seien gefragt, denn "... jeder Mensch muss Raum für Auszeiten vom Stress haben, um herunterzukommen“, betont Bojunga. Techniken dafür sollten erlernt, und jede Bewegungs-Gelegenheit genutzt werden – den Weg zur Arbeit und Schule oder beim täglichen Einkauf. „Körperliche Verausgabung in vernünftigem Rahmen baut Stresshormone ab“, klärt Bojunga auf. Auch die Beschäftigung mit Hobbys senke den Stresspegel. Über die sogenannte Stressachse, die vom Gehirn bis zu den Nebennieren reicht, werden die Stresshormone Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol in's Blut abgegeben. Sie helfen dem Körper in Stresssituationen den gesamten Organismus auf „Angriff“ oder „Flucht“ einzustellen und Höchstleistungen zu erbringen: So steigen Blutzuckerspiegel und Blutdruck, und alle Sinne sind aktiviert. Wird das System jedoch bei Dauerstress ständig mit diesen Hormonen befeuert, werden die Regelkreise der Hormone gestört: Schlafstörungen, Depressionen, Schwächung des Immunsystems könnten folgen. Nach Bojunga fördere zu viel Cortisol auch die Einlagerung von ungesundem Bauchfett.




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